Sponsorenlauf, ein voller Erfolg!

 

  

Im Anschluss an das Schulfest mit dem Thema Afrika im Jahr 2005 hatte die Schule über den Verein Plan International die Patenschaft über ein Kind übernommen.

Das Kind Teresa lebt in dem afrikanischen Land Kenia. Die Kosten von 300 Euro im Jahr sollten laut Schulkonferenz durch einen Sponsorenlauf erbracht werden. Dadurch könnte jedes Kind unmittelbar erfahren, wie es selbst etwas beitragen kann. Ein eventueller Überschuss sollte über den Förderverein der Schule selbst zugute kommen.

 

Am 19.06.06 war es so weit. In wochenlanger Vorarbeit hatten die Lehrerinnen die Aktion genau geplant.

Jedes Kind erhielt ein Informationsblatt und einen Sponsorenzettel. Damit sollte es zu Erwachsenen gehen und sie bitten eine Sportplatzrunde mit einem bestimmten Geldbetrag zu sponsern. Eltern, Großeltern und Tanten ließen sich nicht lange bitten.

Im Sportunterricht wurde eifrig trainiert.

Bei beinahe optimalen Witterungsbedingungen (bedeckter Himmel, anfangs kühl) machte sich die ganze Schule in Klassengruppen auf zum Sportplatz des VfB Börnig. Zahlreiche Eltern und andere Neugierige hatten sich dort bereits versammelt.

Zuerst starteten gegen 10.15 Uhr die ersten Klassen, jeweils versetzt an einer Ecke des Platzes. Die Klassenlehrerinnen und einige Eltern notierten für jedes Kind per Strichliste die gelaufenen Runden.

Die Bleistifte wurden stumpf !

 

Angespornt durch die gute Sache und die prima Stimmung auf dem Platz wuchsen alle Kinder über sich hinaus. Mit den Gedanken an das eigene Portemonnaie wurden die Gesichter einiger Besucher immer länger. Aus einem Euro pro Runde wurden schnell 10, 15 oder 30 Euro. Mit diesen Rundenzahlen hatte aber wirklich niemand gerechnet. Jeder Sportwissenschafter, der über "schlappe Kinder" schreibt, hätte sich an diesem Morgen, vom Gegenteil überzeugen können.

 

Wenn eine Klasse zu Ende gelaufen war, startete die nächste (die 2a in der Ecke, wo vorher die 1a gelaufen war usw.) So waren immer zahlreiche Kinder auf dem Platz, ohne dass es unübersichtlich wurde. Per aufgeklebtem Namensschild konnten die Zähler die Teilnehmer sicher unterscheiden.

 

Während der beinahe Marathonrunden wurden wie bei den Profis Getränke angereicht oder auch schon mal Wasser über den Kopf gegossen. So hatten alle ihren Spaß. Viele Kinder waren nachher völlig nass durchgeschwitzt und mussten neue Sachen anziehen.

 

Vorsorglich war für reichliche Getränke gesorgt worden. Der Förderverein bot Brezeln und die neuen T-Shirts zum Verkauf an, der Fußballverein hatte seine Kaffeebude geöffnet.

 

Die Kinder, die gerade nicht liefen, schauten zu oder unterhielten sich an den mitgebrachten Sitzdecken mit Unterhaltungsspielen wie Schach oder Quartett.

 

So war es ein fröhliches Sportfest. Die  Mehrzahl der Kinder erreichte bis zu 15 Runden, was rund 5 km entspricht. Einige kamen auf rund 25 Runden. Der Rekord wurde mit 42 Runden aufgestellt.

 

Jeder Teilnehmer konnte stolz auf seine Leistung sein und wurde von den Zuschauern bejubelt, Mitmachen war alles. Die letzten Läufer wurden mit Blick auf die Kraft der Kinder bei der großen Wärme von den Lehrerinnen regelrecht von der Bahn geholt.

 

Und als Hinweis an die Sponsoren: Niemand in Schule und Förderverein wird einen versprochenen Betrag einfordern, der über Ihre freiwillige Spendenbereitschaft hinaus geht. Sie können stolz auf die Leistungsfähigkeit und Ausdauer Ihres Kindes sein, die Sie - wie wir alle - unterschätzt haben. Erklären Sie Ihrem Kind, warum Sie nicht mal eben 50 Euro spenden können und geben ihm in die Schule mit, was Sie für angemessen halten.

 

Nächstes Jahr wird es wieder einen Sponsorenlauf geben, aufgrund der Erfahrungen aus diesem Jahr lassen sich die Beträge dann besser kalkulieren.

 

Der Erfolg beschert dem Förderverein und der Schule eine ungeahnte Einnahme von über 7000 Euro. Nach Abzug der Patenschaftskosten bleibt damit noch einiges übrig. Erste Überlegungen zur Verwendung der Mittel gibt es bereits. Weitere Ideen werden noch gesucht. Nach den Sommerferien wird dann in Förderverein und Schulkonferenz entschieden.

 

Markus Stehmann

 

Nachtrag 1: Nach den Sommerferien gingen noch weitere Spenden ein, so dass sich der Betrag  auf etwa 10.000 € erhöhte.

 

Nachtrag 2:  In der Schulkonferenz am 20.09.06 wurde zunächst die Verwendung von 4.500 €  beschlossen:

1.000 € für unser Patenkind Theresa
1.000 € für die Schülerbücherei
1.000 € für die AG´s "Konfetti" und "Musical"
1.000 € für Musik- und Sportgeräte
500 € für die Aufführungen des Zirkus "Schnick-Schnack"

 

Was mit dem restlichen Geld geschieht, muss noch bestimmt werden.

 

zurück