Pädagogischer Schwerpunkt: Soziales Lernen

Wenn auch als letzter Schwerpunkt benannt, steht das soziale Lernen über allen anderen Ideen und Zielen.

Alle in Schule involvierten Personen haben Sozialisationsprozesse hinter sich, wenn sie miteinander zu tun bekommen.

Die eigene Sozialisation kann für das gemeinsame Zusammenleben und –arbeiten in der Schule förderlich aber auch hinderlich sein. Aus diesem Grunde verlangt das soziale Lernen von allen Beteiligten auf unterschiedlichen Ebenen einen ständigen hohen Einsatz.

 

Soziales Lernen bedeutet für unser Kollegium:

 

Zu diesen Voraussetzungen gehören:

 

Soziales Lernen bedeutet für jedes Kind:

 

Wir wollen Kinder in der Unterrichtsarbeit dazu ermutigen und so ihr Selbstwertgefühl stärken. Dabei geht es nicht vorrangig um die Stärkung individualistischer Verhaltensstrategien sondern um die Ausbildung der eigenen Urteilsfähigkeit und um die Akzeptanz der eigenen Person. Hilfreich auf diesem Wege sind gemeinsames Spielen, Rollenspiele, Fantasiereisen, Entspannungs- und Konzentrationsübungen, Partnerübungen mit Körperkontakten (Massagen). Durch gemeinsame Fortbildungen haben wir uns mit solchen Methoden für soziales Lernen vertraut gemacht und setzen sie im Unterricht ein.

 

Soziales Lernen bedeutet für die Klassengemeinschaft:

 

Durch die Stärkung des eigenen Ich sollen die Kinder befähigt werden, ihre Mitschüler zu akzeptieren, anzuerkennen und Wert zu schätzen. In der Klassengemeinschaft geht es um die Stärkung des „Wir“. Klassenrituale helfen dieses Wir-Gefühl zu entwickeln und zu stärken. Praktizierte Rituale sind: Morgenkreis, Lied zum Tagesbeginn / Tagesabschluss, Tagesabschlussreflexion, Tagesplan, gem. Frühstück, Klassenfeiern, Teilnahme an Aktionen z.B. Wettbewerbe.

In einer Gruppe von Kindern wird es immer wieder zu Konflikten kommen. Bei 6-10jährigen Kindern bedeutet Streit durchaus auch handgreifliche Auseinandersetzung. Neben der unterrichtlichen Thematisierung und Aufarbeitung von Konflikten (Formen der Entschuldigung und Wiedergutmachung, Rollenspiele etc.) haben wir das Streitschlichter-Modell etabliert. Durch den Einsatz ausgebildeter Streitschlichter der 3. und 4. Jahrgänge sollen unsere Schüler zunehmend befähigt werden mit Konflikten sachlich, objektiv, selbstverantwortlich und gewaltfrei umzugehen.

 

Im Bereich des sozialen Lernens ist auch das Engagement der Eltern von großer Wichtigkeit. Sie leisten die außerschulische Erziehungsarbeit und sind damit unsere wichtigsten Ansprechpartner. Erziehung kann nur gelingen, wenn das Konzept aller daran Beteiligten abgesprochen und abgestimmt ist. In besonderem Maße gilt das für „auffällige“ Schüler. Auffällig soll meinen besonders leistungsstarke oder leistungsschwache Schüler, besonders verhaltensoriginelle Schüler, besonders begabte (z.B. künstlerisch) Schüler.

 

Um die Kommunikation zu pflegen sind Elternsprechtage, Elternsprechstunden, aber auch zwanglose Formen wie z.B. Elternstammtische eingerichtet. Die Schule ist offen für Anliegen und Initiativen der Eltern. Wir möchten Offenheit für Anliegen der Schule auch bei den Eltern.

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